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An den Pranger

Archiv, Politik, Wirtschaft

Eine Hebamme aus Klagenfurt trotzt der Stimmungslage im Land und fasst den Beschluss selbständig zu werden. Ein Mamiladen soll entstehen, als Anlaufstelle und Treffpunkt für wissenshungrige Eltern. Viel Kraft, Energie und natürlich eigenes Geld wird investiert um diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Die selbsternannten Sittenwächterin Frauenstadträtin Wulz unterstützt das aber nicht, sondern schickt ihre eigens installierte „Werbe-Watch-Group“ aus, um der Unternehmerin das Leben zusätzlich schwer zu machen. Als ob die vorhandenen Hürden oder Auflagen des Denkmalschutzes nicht schon ausreichen würden.

Ein vom Hersteller beigestelltes Sujet für einen Still-BH auf facebook ist aus ihrer Sicht sexistisch! Abgesehen davon, dass Unterwäsche schwer anders darstellbar ist – was müssen sich UnternehmerInnen von „Werbeexperten??“ mit geschützten Arbeitsplätzen noch gefallen lassen? Diese Jungunternehmerin schafft in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Mitarbeiterinnen in Klagenfurt neue Arbeitsplätze! Und als Dank für ihren Einsatz wird sie mit digitalen Tomaten beworfen!

Aber anscheinend geht es nur darum, eine gewisse (Medien-) Öffentlichkeit zu erreichen und selbst im Rampenlicht zu stehen. Selbstverständlich auf Kosten der SteuerzahlerInnen. Da wird dann auch schnell Vorverurteilt. Und selbst wenn der – eigentlich dafür vorgesehene – Werberat Sujets vom Vorwurf des Sexismus freispricht, wie eben im Fall der Wassernixe bei den 1a Installateuren, hat es die Klagenfurter Werbewatchgroup nicht nötig, dies auf ihrer Homepage zu korrigieren oder zumindest anzumerken. Blame on you! Vielleicht ist hier Nachhilfeunterricht für Benehmen angesagt.

An den Pranger gehören hier nicht die Kärntner UnternehmerInnen, sondern PolitikerInnen und MitarbeiterInnen, die alles tun um sich selbst eine Bühne zu schaffen! Die „Werbe-Watch-Group“ gehört abgeschafft.