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Dem Motor fehlt der Kraftstoff

Archiv, Wirtschaft

Im laufenden Nationalratswahlkampf gehen die Wogen hoch. Bei vielen Wahlwerbern taucht auf einmal große Sympathie für alle möglichen Bevölkerungsgruppen auf. Auch für die Unternehmer. Ideen werden präsentiert, Versprechen abgegeben, nur um Stimmen zu erhaschen. In den vergangenen Jahren haben sich die Wenigsten auch tatsächlich für die Selbstständigen eingesetzt. Wer wirklich für die Unternehmer einsteht, das müssen Sie am 29. September für sich selbst entscheiden.

Was von Arbeitsplätzen ist natürlich wieder viel die Rede. Aber in der ganzen Diskussion geht eindeutig das Faktum unter, dass Politik NIE Arbeitsplätze schafft. Sie kann höchstens die Rahmenbedingungen für die Unternehmer verbessern, damit diese Arbeitnehmern einen Job geben können. Die notwendigen Schritte sind leicht aufgezählt: runter mit den Lohnnebenkosten, mehr Flexibilität in der Arbeitszeit, weniger Haftungen und Vorschriften für die Dienstgeber. Eine klare Vorgabe für die nächste Periode, die Hoffnung darf man nie aufgeben.

Unbedingt sofort angehen müssen wir aber die Kreditklemme. Es ist ernüchternd, mit welchen Auflagen und Ausreden der Banken investitionswillige Unternehmer konfrontiert werden. Da ist von einem Tag auf den anderen der halbe Kontokorrentkredit weg. Für einen Kredit soll neben der Bürgschaft durch die Gattin auch noch ein Sparbuch in Höhe von 80 % der Kreditsumme hinterlegt werden. Ist das wirklich die Aufgabenstellung eines Kreditinstitutes – oder geht es nur um Gewinnmaximierung (unter höchstem Risiko)?

Die klein- und mittelständische Wirtschaft braucht die Bank als Partner, der nicht beim ersten Regenguss der Firma den Regenschirm (Kredit) wieder abnimmt. Nur die beiden gemeinsam werden es schaffen, dass wir neue Arbeitsplätze schaffen und der Wirtschaftsmotor wieder zu Brummen beginnt.

PS: Für die Kärntner Wirtschaft organisieren wir daher heuer eine Roadshow, um Sie mit Tipps und Tricks zu versorgen, wie Sie zu einem kostengünstigen Kredit kommen. Heute!